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Die Anlieger des im Langeler
Bogen geplanten Retentionsbeckens wundern sich nicht über die Kritik des
RP an der Stadt Köln.
Es sind ja nicht nur schlampige
Planungsunterlagen, sondern auch eine bis zur Verdummung reichende
verharmlosende Informationspolitik der Stadt gegenüber den zukünftig
Betroffenen anzumahnen.
Da wird den Anliegern und Bauern per Ratbeschluß versprochen, dass sie
nach dem Bau des Beckens "nicht schlechter gestellt werden, als beim
Hochwasser 1995" und alle sinds zufrieden.
Verschwiegen hat die
Stadt jedoch, dass sie für diese "Garantie" neben der Höhe auch die Dauer
des Hochwassers gemeint hat und sich so insgeheim zusätzlich vorbehalten
hat, bei einem auch nur um 2 Zentimetern (!) höher prognostizierten Hochwasser
zusätzlich die Auslassschleusen zur Flutung nutzen will um so eine schnellere
Füllung des Beckens zu erreichen.
Berechnungen zur dieser zusätzlichen Grundwasserbelastung gibt es nicht;
Schadenersatzansprüche der Bauern wegen der dann gezielten Flutung werden
schon im Vorfeld mit der Begründung abgeblockt, dass das um zwei Zentimeter
höhere Ereignis ja nicht deckungsgleich dem Hochwasser 1995 sei.
Und jeder weiss, dass 2 Zentimeter am alten - wenn auch maraoden Deich
- zu keiner Überflutung geführt hätten.
Kein Wunder, dass das Planfeststellungsverfahren wegen erheblicher Einwendungen
ins Stocken gekommen ist.
Den Anlieger ist gebetsmühlenartig vorgetragen worden, dass jeder Kubikmeter
Fassungsvermögen im Retentionsraum für Köln überlebenswichtig ist; gleichzeitig
werden aber in Köln Retentionsräume im Rheinauhafen und in Köln Mülheim
durch Prestigebauten vernichtet.
Daraus kann nur entnommen werden, dass gewinnträchtiger Kommerz in Köln
wichtiger ist als Retentionsraum und noch wichtiger, als die Sorgen der
Anlieger des zukünftigen Retentionsraumes.
Da muss die Stadt Niederkassel bei ihrem Vertragspartner Köln noch versuchen,
nachzubessern.
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